Der Einstieg bei BEÚ: Espadín-Agave, sechs bis acht Jahre alt und «kastriert», damit sie mehr Zucker einlagert. Von Mezcalera Refugia Cortés Ramos in Miahuatlán gebrannt – Erdofen, Mühlstein mit Stier, wilde Gärung, eine Destillation in Kupfer. Rauch, Zitrus, Kräuter, Butterscotch. 48%.
Mezcalera Cuca
Refugia «Cuca» Cortés Ramos führt mit ihrer Familie die Palenque in Santa María la Pila, Miahuatlán. Frauen sind in Oaxaca selten am Brennkessel – Cuca ist eine der bekanntesten.
Capón
Die Agave wird vor der Blüte kastriert – der Blütenstand entfernt –, damit sie ihren Zucker im Herz behält statt in die Blüte zu stecken. Sechs bis acht Jahre Wachstum, dann der konische Erdofen, der Mühlstein, die wilde Gärung in Eichenbottichen und eine einzige Destillation mit Refrescadera.
So schmeckt er
Nase: Klar und frisch, Rauch, Kirsche, Zeder, Sandelholz, Honig.
Gaumen: Buttrig – Butterscotch, Praline, Zitrus, Kräuter, Zigarrenrauch.
Abgang: Lang, rauchig, mineralisch.
Pur trinken – das Beste
Pur bei Raumtemperatur aus der Copita oder dem Veladora-Glas, mit Orangenschnitz und Sal de Gusano.
Passt zu
Apéro, Tacos de Carnitas, Mole Negro, geräucherter Käse, Geschenk
Weiterführende Informationen zum Produkt
| Typ | Destilado de Agave (handwerklicher Mezcal) |
| Herkunft | Oaxaca, Mexiko |
| Agave | Espadín (A. angustifolia), 6–8 Jahre, Capón |
| Mezcalera | Refugia Cortés Ramos, Santa María la Pila, Miahuatlán |
| Herstellung | Erdofen, Mühlstein, wilde Gärung, 1× Kupfer mit Refrescadera |
| Alkoholgehalt | 48% |
| Füllmenge | 70cl |
| Abfüller | BEÚ Spirits, Zürich |
Häufige Fragen
Warum «Destilado de Agave» und nicht Mezcal?
Weil BEÚ ausserhalb der Mezcal-Zertifizierung abfüllt – das Verfahren ist dasselbe, das Siegel fehlt. Viele Kleinproduzenten gehen diesen Weg.
Wie rauchig?
Deutlich, aber nicht wie Lagerfeuer – der Erdofen gibt Rauch als Grundton, darüber Zitrus und Kräuter.
Wie lagere ich die Flasche?
Stehend, dunkel, bei gleichbleibender Temperatur. Angebrochen hält sie Jahre.
Über die Marke – BEÚ Spirits
Ein Zürcher in Oaxaca
BEÚ heisst «Mond» auf Zapotekisch. Gründer Christian Massler, Zürcher mit Familienwurzeln in Oaxaca, hat die Marke 2012 nach einer Verkostung bei einem Kleinproduzenten in Santiago Matatlán gestartet – mit zwei mexikanischen Freunden und der Idee, handwerklichen Agavenbrand in die Schweiz zu bringen.
Mondphasen statt Altersstufen
Jede Abfüllung trägt eine Mondphase: New Moon für den Einstieg, Crescent Moon für das Ensamble, Full Moon für den Pechuga. Jede kommt von einem anderen Mezcalero, jede aus einem anderen Dorf in Oaxaca.
Destilado de Agave
BEÚ ist auf dem Etikett als «Destilado de Agave» deklariert – handwerklich wie Mezcal gemacht, aber ausserhalb der Zertifizierung. Erdofen, Mühlstein, wilde Gärung, Kupferbrennblase: das volle Programm, ohne Siegel.






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