Der elegante Gegenpol zu Yoichi: Miyagikyo liegt in den Bergen bei Sendai, brennt mit Dampf und reift in Sherry-geprägten Fässern. Iris, Malz, Banane, Lakritze, Ingwer, welke Rosen. Der japanische Single Malt, wie man ihn sich vorstellt – fruchtig, floral, seidig.
Das zweite Zuhause
Taketsuru suchte 1967 drei Jahre lang nach dem Ort für seine zweite Destillerie – und fand ihn im Tal des Nikkawa-Flusses in der Präfektur Miyagi. Klares Wasser, feuchte Luft, Berge rundum. Miyagikyo ging 1969 in Betrieb.
Dampf statt Kohle
Miyagikyos Brennblasen werden indirekt mit Dampf beheizt und haben einen aufwärts gerichteten Lyne Arm – das gibt einen leichten, fruchtigen New Make. Das Gegenteil von Yoichi, mit Absicht.
So schmeckt er
Nase: Voll und reich – intensive Iris, dann Malz, Banane, Lakritze, Kampfer.
Gaumen: Fest und lebhaft – Malz im Zentrum, kräuterig, Lakritze, Ingwer, Zimt, Schokolade.
Abgang: Lang und weich – welke Rosen, feine Tannine, Zitrone, Grapefruit.
Pur trinken – das Beste
Pur im Nosing-Glas oder als Highball mit viel Eis und Soda – so trinkt Japan.
Passt zu
Apéro, Highball, Sashimi, Tempura, Ziegenkäse, Geschenk
Weiterführende Informationen zum Produkt
| Typ | Single Malt Japanese Whisky |
| Destillerie | Miyagikyo, Präfektur Miyagi |
| Besonderheit | dampfbeheizte Brennblasen |
| Alter | ohne Altersangabe |
| Alkoholgehalt | 45% |
| Füllmenge | 70cl |
| Haus | Nikka Whisky, Tokio |
Häufige Fragen
Ist Miyagikyo rauchig?
Kaum. Ein Hauch Torf im Hintergrund, aber der Whisky lebt von Frucht und Blüten. Für Einsteiger in japanischen Whisky die richtige Flasche.
Was heisst Miyagikyo?
«Tal von Miyagi» – nach der Präfektur und der Lage der Destillerie zwischen zwei Flüssen.
Wie lagere ich die Flasche?
Stehend, dunkel, bei gleichbleibender Temperatur. Angebrochen hält der Whisky Jahre, solange die Flasche nicht halbleer über Monate steht.
Über das Haus – Nikka Whisky
Der Vater des japanischen Whiskys
Masataka Taketsuru lernte 1918 bis 1920 in Schottland das Brennen – unter anderem in Campbeltown – und brachte eine schottische Frau und das Handwerk nach Japan. 1934 gründete er Nikka und die Destillerie Yoichi auf Hokkaido, weil ihn das Klima an Schottland erinnerte.
Zwei Destillerien, zwei Charaktere
Yoichi auf Hokkaido brennt mit kohlebefeuerten Blasen und Worm Tubs – kräftig, torfig, maritim. Miyagikyo bei Sendai, gegründet 1969, arbeitet mit dampfbeheizten Blasen – leicht, fruchtig, floral. Dazu Coffey-Säulenbrennereien für Grain und Malt.
Heute
Nikka gehört seit 2001 zur Asahi-Gruppe. Nach dem Boom der 2010er-Jahre strich das Haus 2015 die meisten Altersangaben; seit 2022 kehren sie mit den 10-Jährigen schrittweise zurück.






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