Würzig, saftig, kantig
Blaufränkisch ist ja gerne mal ein wenig kantiger als übrige Sorten. Das liegt meist am Terroir, denn diese Rebsorte widerspiegelt den Grund auf dem sie wächst normalerweise sehr zutreffend. So auch hier.
Der Kirchweingarten ist ein sanft abfallender Südhang direkt unter der Kirche Höfleins. Die Riede ist von schluffig-tonigen Ablagerungen des Pannoniums, sowie teilweise von Lössschichten bedeckt. Tonige Ablagerungen sind in Carnuntum eher selten. Die Böden sind tiefgründig und sehr kalkhaltig. Die Weine dieser Lage sind von Kernigkeit, frischer Säure und straffer Struktur geprägt
In der Nase zeigt sich erst mal ein fester, geschliffener und etwas nussiger Duft nach reifen schwarzen Brombeeren mit minzigen Spuren. Am Gaumen merkt man sofort die saftige und jugendliche Frucht, fest und geschliffen, mit reifem Tannin und wieder diesen kühlenden minzigen Anklängen. Dadurch wirkt er, trotz der 14 Volumenprozent, irgendwie leichtfüssig und schön ausbalanciert. Gefällt, und zwar so richtig!
Alles in allem ein dunkelfruchtiger und eher erdiger, knackiger Rotwein mit schöner Länge und Reifepotential. Ein Gedicht zu Rehrücken, Ochsenschwanzragout oder dem nächsten Schweinsbraten.






Rezensionen
Es gibt noch keine Rezensionen.