So schmeckt das moderne Spanien
Im 40-jährigen Rebberg La Serra d’Almos wachsen auf besonders lehm- und kalkhaltigen Böden die Trauben für den Territori. Dies sind zum einen Garnacha-Reben (verantwortlich für die schöne Mischung aus roten und schwarzen Früchten in diesem Wein, allen voran Sauerkirsche) und zum anderen Trauben der Sorten Carignan (in Katalanien eher unter dem Namen Samsó bekannt). Letztere steuern die Tannine und Säure bei und sorgen dafür, dass diese Weine auch bei längerer Lagerung nicht an Qualität einbüssen. Im Gegenteil, wer Geduld hat, wird nach 5-10 Jahren mit einem wunderbaren, tiefgründigen Wein belohnt.
Ich rieche ins Glas und finde Pflaume, Blumenduft, Schwarze Johannisbeere, eine getrocknete und aufgeschnittene Feige. Das macht Lust aufs Trinken. Im Mund Pflaumenmus und getrocknete Nelke. Erdige Noten. Waldboden. Unterholz. Südliche Kräuter. Straffe Tannine ummanteln reife Fruchtnoten. Die Säure ist rassig, hält sich aber im Hintergrund. Weinmacher Josep Grau gönnte dem Territori 14 Monate Reifezeit in 2000-Liter-Fässern aus Österreichischer Stockinger Eiche. Das merkt man besonders im Finale. Da schmeckt er ganz intensiv nach Schokolade mit hohem Kakao-Anteil. Herrlich!






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